FriedaFritz has entered the building.

Endlich ist es soweit!

Die Vorfreude hat Platz gemacht für das noch enthusiastischere, weil konkretere, Gefühl der Startfreude. Nach einem Treff‘ am Frankfurter Bahnhof ging es nach Mannheim und nach über einer Stunde Verspätung (Stellwerkstörungen liegen gerade stark im Trend) sind wir da, aber nicht nur wir, FriedaFritz, sondern fortan werden wir umsorgt von einem ganzen Team fleißiger, freundlicher und bestens vorbereiteter HelferInnen. Wir werden durch die ganze Stadt gefahren zu unseren verschiedenen GastgeberInnen- vielen Dank schonmal für die Unterkünfte! – und bekommen Care-Pakete mit individueller Note: Auf den Stadtplänen, die mit unseren Namen versehen sind ist sogar der Weg von unserem jeweiligen Nachtlager zum Festivalzentrum eingezeichnet. Wow!

Am Festivalzentrum stellen sich alle freundlich vor, nur die Stufe zum Eingang ist noch krank – wie ein Teil unserer FriedaFritz-Identität – und darf nicht betreten werden. Ansonsten stehen alle Zeichen auf „Es kann losgehen“! Die Küche überzeugt uns auch gleich mit leckeren Kürbisgemüsepfannkuchen, unbedingt mal zum Mittagessen vorbeischauen.

Wir treffen auch gleich bekannte Gesichter als Helfer und Künstler aus der Wahlpflichtheimat Gießen – da fühlt man sich schnell heimischer als Daheim, selbst das Wetter spielt die Töne der mittelhessischen Steppe, es regnet unablässig in Strömen. Also ein bisschen durch die Innenräume führen lassen und im Café Kaprow häuslich einrichten (ich denke zunächst an eine osteuropäische Aussprache à la Kaprov, aus meinem Mund kommt ein denglischer Kompromiss à la Kaprooh und ich werde nicht verstanden und schnell verbessert, man hat sich hier für hochenglisch entschieden, circa sowas wie „Keprouh“, if you get what I mean). Das Büro ist wunderbar mit allerlei Postern und Potkarten aus den letzten Jahren des Festivals eingerichtet und gibt dem Ganzen gleich den Eindruck eines Museums, wir gucken begeistert und entdecken viel, unter anderem, dass das heutige Wort des Tages „Panzerhelfer“ ist, was uns gleich zum ersten Programm-Update bringt. Die mobile Installation „cold war / hot dogs“ von RAUMLABORBERLIN ist unterwegs aus dem Heimathafen, hätte eigentlich auch schon ankommen sollen laut Schlachtplan, ist aber noch unterwegs und wird nicht wie geplant um 19Uhr am Festivalzentrum starten. Noch besteht die Hoffnung, dass das friedliche Kriegsgerät heute Nacht ankommen könnte, aber so ein Panzer rollt eben so schnell er kann und lässt sich nur schwer beschleunigen. Und wenn es dann noch ein interagierender, performender Panzer ist, der keinen Schaden anrichtet, außer in Form von Diskurs- und Spaßverbreitung, benötigt der erst recht seine Zeit. Wir bleiben gespannt wie FriedaFritz‘ Flitzebogen und hoffen, dass wir bald was zum Staunen und Tanzen (nicht vergessen, am Wahlsonntag, Markplatz, Tanz unterm Kanonenrohr) bekommen.

Apropos Wahl, das Thema war im verspäteten Zug schnell wieder durch, Briefwahlen sind getätigt von unserer Seite aus und so inhaltsträchtig war der Wahlkampf ja diesmal wirklich nicht, wir haben eindeutig mehr Lust wieder fleißige Künstler_innen zu bestaunen, die fleißig sind und mehr Inhaltsvermittlung im Sinn haben als ihr Image. Und vielleicht sogar Spaß an Uneinigkeit haben? Das wäre inmitten des Plakatdschungels mit dem Motto – hauptsache die Farben sind bunt – doch sehr erfrischend. Dementsprechend drehten sich FriedaFritz‘ Gespräche schnell wieder ums Theater und was wir so gesehen haben die letzten Wochen und was wir wohl die nächsten zwei Wochen sehen werden. Neuer Stoff, yeah! Von „Clarenville“ schwärmte bereits der Teil, der es schon erlebt hat. Aber hier in veränderten Räumlichkeiten erleben wir (die Gießener) Hanke Wilsmann und Jost von Harlessem, wie sie sich ebenfalls bereits wohlig eingerichtet haben, oder eher es für ihre Figuren bereits eingerichtet haben. Ganz entspannt und sonnig gelaunt – grau in grau bleibt draußen.

Im Festivalzentrum, dem Esszimmer des Wunder-der-Prärie-Hauses wenn man so mag, sind an den Fenstern schon kleine, spannende Lego-Räume aufgebaut, die Lust machen auf die dazugehörigen Hörspiele, die wir ab heute von Ricarda Franzen und Robert Schoen (der sich rasch als Gießen-Absolvent outet und nach dem Befinden „der heiligen Hallen“ fragt) als „Soziale Bausätze“ seviert bekommen.

Also erstes Beschnuppern vorbei, in zwei Stunden wird eröffnet! In die Tasten haut für euch im Festivalcafé FriedaFritz und freut sich auf ein Programm, dass hoffentlich so gemischt wird wie die musikalische Caféuntermalung (Filmsoundtrackklassiker, 70er/80er-Funk, Bierpunk und Loungegrooves) oder schaut doch einfach selbst vorbei.

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